Was ist Halal-Schlachten?

Betäubungsloses Schlachten – Schächten

In Deutschland genießt das Tierwohl den Status eines Staatszieles (Artikel 20 a des Grundgesetzes)!

Nach dem geltenden Tierschutzrecht (Tierschutzgesetz [TierSchG]) ist aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. 

Ein warmblütiges Tier darf nur geschlachtet werden, wenn es vor Beginn des Blutentzugs zum Zweck des Schlachtens betäubt worden ist (§ 4 a Abs. 1 TierSchG). Abweichend hiervon bedarf es u. a. dann keiner Betäubung, wenn die zuständige Behörde eine Ausnahmegenehmigung für ein Schlachten ohne Betäubung (Schächten) erteilt hat; sie darf die Ausnahmegenehmigung nur insoweit erteilen, als es erforderlich ist, den Bedürfnissen von Angehörigen bestimmter Religionsgemeinschaften im Geltungsbereich des TierSchG zu entsprechen, denen zwingende Vorschriften ihrer Religionsgemeinschaft das Schächten vorschreiben oder den Genuss von Fleisch nicht geschächteter Tiere untersagen (§ 4 a Abs. 2 Nr. 2 TierSchG).